Produkttests Technik

Produkttest: Aukey Powerbank 20000 mAh

Top Powerbank mit guter Kapazität


Bewertung

In der heutigen Zeit, in der Smartphones und andere Geräte immer leistungsfähiger und somit energiehungriger werden, ist der interne Akku dieser mobilen Geräte nicht immer ausreichend um über den Tag zu kommen. Powerbanks schaffen hier Abhilfe. Hier möchte ich euch nun über meine Erfahrungen mit der recht großen Aukey Powerbank 20000 mAh berichten, welche mir kostenfrei für einen Produkttest zur Verfügung gestellt wurde.

Aukey Powerbank 20000 mAh Verpackung

►► Verpackung/Inhalt

Die Powerbank kommt in einer, in Plastik eingeschweißten, Aukey-typischen Kartonverpackung an. Die Verpackung ist ansprechend und es fällt wenig Plastikmüll an.

Aukey Powerbank 20000 mAh Verpackung offenÖffnet man die Verpackung so findet man folgenden Inhalt vor:
– Die Powerbank
– Eine mehrsprachige Bedienungsanleitung
– Eine kleine Garantiekarte
– Ein kurzes USB auf Micro USB Kabel

Im Großen und Ganzen ist also alles dabei was man benötigt, lediglich das Kabel könnte etwas länger sein, aber das ist Geschmackssache.

Aukey Powerbank 20000 mAh Verpackungsinhalt

►► Design

Das Design und die Haptik der Aukey Powerbank 20000 mAh gefällt mir persönlich gut. Es liegt mit knapp 390g recht schwer in der Hand und ist mit seinen Maßen von ca. 150x83x21mm auch nicht gerade klein.
Das Äußere ist sehr schlicht gehalten. Komplett in schwarz, lediglich mit einem kleinen Logo und einer Taste auf der Oberseite. Auf der Unterseite sind zudem noch die wichtigsten technischen Daten aufgedruckt.

Aukey Powerbank 20000 mAhDas Interessanteste ist wohl die Vorderseite an der alle Anschlüsse angebracht sind. Beginnend auf der linken Seite der grün markierte USB-Ausgang 1, dieser ist ein gewöhnlicher Ladeport, welcher je nach angeschlossenem Gerät bis zu 2,4A bei 5V ausgibt.

Direkt daneben befindet sich eine LED, welche über langen Druck (2-3s) auf den Taster auf der Oberseite ein bzw. ausgeschaltet werden kann.

Anschließend folgt der orange markierte USB-Ausgang 2, welcher Quickcharge 2.0 unterstützt. Doch was ist das überhaupt genau?

Aukey Powerbank 20000 mAh Front Anschlüsse

Es handelt sich bei Quick Charge um eine Schnellladetechnik des Herstellers Qualcomm, der viele der bekannten Smartphone SoCs (vereinfacht ausgedrückt Mikrochips) herstellt. Mithilfe dieser Technik ist es möglich Smartphones schneller und effektiver zu laden, als es mit „normalen“ Ports möglich ist.
Mit QuickCharge 2.0 kann im Besten Fall innerhalb von 30 Minuten von 0% auf etwa 60% geladen werden.

Klingt ja schon einmal sehr reizvoll. Mal schauen was die Praxis später dazu sagt.
Anmerken möchte ich allerdings noch, dass sowohl das Smartphone als auch das Ladegerät diese Technologie unterstützen müssen um sie nutzen zu können (welche Geräte unterstützt werden ist leicht im www herauszufinden)!

Und eins noch: Wird ein Gerät angeschlossen, das dieses Ladeverfahren nicht unterstützt, wird es trotzdem geladen. Nur eben nicht mit dieser hohen Geschwindigkeit.

Doch wieder zurück zu den verfügbaren Anschlüssen: Es folgen die beiden Eingänge, die zum Laden der Powerbank benutzt werden. Es handelt sich um einen „Standard“ Micro USB Port und um einen Lightning Port. Beide unterstützen einen Eingangsstrom von bis zu 2A.

►► Bedienung & Praxistest

Geräte anstecken und einmal auf den Powerbutton der Aukey Powerbank 20000 mAh drücken startet den Ladevorgang. Es wird dabei ca. 15 Sekunden lang der Ladestand über eine im Powerbutton integrierte LED angezeigt. Rotes Licht bedeutet einen Ladestand von 0-30%; Grünes Licht ein Ladestand von 30-70% und ein weißes Licht einen Ladestand von 70-100%. Ist die LED einmal erloschen, kann der Akkustand jederzeit mit einem erneuten Druck auf die Taste abgefragt werden. Mir gefällt dieses System sehr gut, da keine unnötig hellen LEDs verbaut sind, welche die ganze Zeit leuchten oder stören.

Kommen wir zu ein bisschen Spielerei mit Zahlen und Daten: (Achtung ausführlich, bei Bedarf einfach überspringen; Allerdings ist dieser Absatz besonders für diejenigen interessant die denken, dass die angegebenen Kapazitäten auf den Powerbanks ja nie stimmen und das alles nur Abzocke ist)

Bei dem Gerät mit welchem ich den Akku getestet habe handelt es sich um ein LG G4, welches Quick Charge 2.0 unterstützt. Die Ladezeit war wirklich kurz. Von 0% bis 100% brauchte das Handy gerade einmal 1,5h, wobei die ersten 50% nach ca. einer halben Stunde erreicht waren. Die Technik hält also fast was sie verspricht.

Nachdem ich die Powerbank komplett entladen habe, wurde sie per Micro-USB und einem leistungsstarken Ladegerät wieder aufgeladen. Die Messungen haben ergeben, dass die Ladezeit bei knappen 10h lag und dabei 18.500mAh bei 5V in den Akku geladen wurden.

Viele denken jetzt hey, sollte die Kapazität nicht bei 20.000mAh liegen? Ja, das ist richtig aber nicht bei 5V sondern bei 3,7V, denn das ist die Spannung der internen Zellen, aus denen der Akku besteht. Die Powerbank hat also 20.000mAh bei 3,7V. Der Ausgang der Powerbank beträgt, wie wir wissen 5V. Deshalb ist eine Elektronik verbaut welche die Spannung von 3,7V intern auf 5V Ausgangsspannung hoch skaliert.

Man sieht also, bei der Betrachtung der Kapazität kann es leicht zu Verwirrung kommen, wenn die Angabe mAh benutzt wird. Denn um wirklich Rückschlüsse auf die gespeicherte Energie im Akku zu treffen, ist es sinnvoll die Angabe der Wh (Wattstunden) zu betrachten. Diese ist ebenfalls auf dem Akku angegeben. Die Kapazität beträgt also 74Wh.

Diese setzt sich zusammen aus den 20.000mAh (20Ah) mal der Spannung von 3,7V:
20Ah * 3,7V = 74Wh

Betrachten wir nun noch einmal, dass 18.500mAh bzw. 18,5Ah bei 5V in den Akku geladen wurden ergibt sich folgendes:
18,5Ah * 5V = 92,5Wh

Aus diesen beiden Werten ergibt sich wiederrum die Effizienz mit der, der Akku geladen wird. Sie beträgt also etwa 80%.

Nach dem Ladevorgang habe ich die Aukey Powerbank 20000 mAh mit angeschlossenem Messgerät wieder entladen. Dabei konnte ich dem Akku 12.500mAh bei 5V entlocken:
12,5Ah * 5V = 62,5Wh (entspricht ca. 84,5% der eigentlichen Kapazität von 74Wh)

Nanu, sollten wir dem Akku nicht 74Wh entnehmen können? Ja, aber wir haben ja schon festgestellt, dass der Akku intern nur eine Spannung von 3,7V aufweist, welche über eine Elektronik auf 5V hoch skaliert wird. Dieses heraufsetzen der Spannung geschieht allerdings nicht ganz verlustfrei und auch gewisse Schutzschaltung wie Überstrom- oder Kurzschlussschutz verbrauchen noch ein wenig Energie.

Insgesamt gehen also etwa 15,5% der im Akku gespeicherten Energie bis zu seinem Ausgang verloren. Dies ist ein durchaus realistischer Wert, weshalb ich hier zum Schluss komme, dass der Akku die angegebene Kapazität einhält.

Meinen 3.000mAh bzw. 11,6Wh starken Smartphone Akku könnte ich also mit diesem Gerät, unter Berücksichtigung weiterer Verluste etwa 4 – 5 Mal komplett aufladen.

►► Fazit

Mit dieser Aukey Powerbank 20000 mAh / 74Wh erhalten sie einen guten mobilen Energiespeicher, welcher ausreichende Kapazitäten bietet und auch das hält was er verspricht. Sie besitzt sehr gute Anschlussmöglichkeiten, QuickCharge Unterstützung und ist sowohl optisch, als auch haptisch völlig in Ordnung.

Ich persönlich kann vor Allem zu diesem Preis und der Kapazität eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

Vielen Dank fürs Lesen! Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen!

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