Produkttests Technik

Produkttest: Tronsmart Presto 10400mAh

Hochwertiger Akku mit guten zeitgemäßen Features!


Bewertung

Hallo zusammen,

nachdem vor allem in den heutigen Zeiten von Pokémon Go die Akkulaufzeit bei mobilen Geräten meist nicht ausreichend ist um einen vollen Tag abzudecken möchte ich im Folgenden ein Produkt testen, welches dieser Problematik Abhilfe verschafft. Dabei handelt es sich um den Tronsmart Presto, ein 12000 mA/h externer Akku der mir zum Zwecke dieses freiwilligen Produkttests kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde.

►► Verpackung/Inhalt

Das Gerät kommt in einer, in Plastik eingeschweißten Kartonverpackung beim Kunden an. Die Verpackung ist leicht zu öffnen und in ihrem Inneren findet man nichts weiter vor, als den, in eine weitere Plastikfolie verpackten Akku und ein relativ kurzes USB-C Kabel. Beim ersten Öffnen schlägt einem ein entfernter Geruch von Lösungsmittel entgegen, welcher sich allerdings fast sofort verflüchtigt und auch später nicht mehr wahrnehmbar ist.

Tronsmart Presto Verpackung

Es liegt keine Anleitung oder ähnliches bei, das einzige Stück Papier ist ein Hinweis auf die Facebook-Page bzw. die E-Mail-Adresse von Tronsmart, um eventuelle Beschwerden oder Lob abgeben zu können. Eine Sache die mich sowohl verwundert als auch ein wenig gestört hat war die Tatsache, dass in der Verpackung auf dem weißen Akku ein deutlich sichtbares schwarzes Haar lag. Dies hat zwar nichts mit dem Produkt an und für sich zu tun, macht allerdings beim ersten Öffnen keinen wirklich optimalen Eindruck. Ansonsten gibt es an der Verpackung absolut nichts auszusetzen.

Tronsmart Presto Verpackung offen

►► Erster Eindruck

Nimmt man den Tronsmart Presto aus der Box macht er zunächst einen sehr hochwertigen Eindruck. Er liegt gut und schwer in der Hand und vermittelt das Gefühl ein wirklich stabiles Produkt in der gekauft zu haben, dass nicht bei jeglicher minimalen Belastung sofort Schaden erleidet. Ich würde sogar fast so weit gehen zu sagen, dass der Akku ein wenig edel wirkt.

Tronsmart Presto

Der einzige Knopf – welcher das Gerät aktiviert – hat einen guten Druckpunkt und hat nur die eine Funktion, da sich der Akku selbst deaktiviert. Des Weiteren sind auf der Oberseite vier LEDs eingelassen, welche den Ladezustand des Akkus anzeigen. Aus der Box kommt der Akku mit 3 von 4 leuchtenden Lichtern, also zu 75% geladen. Als ich allerdings den Akku ansteckte um ihn einmal komplett vollzuladen stellte sich heraus, dass dies nicht der Fall war.

Tronsmart Presto Powerbutton

►► Funktionalität

Von der Funktionalität her ist das Aufgabengebiet eines externen Akkus recht genau umschrieben. Was diesen Akku allerdings von einigen anderen Konkurrenzprodukten unterscheidet, ist einmal die Möglichkeit auch Handys über USB-C zu laden und zum anderen die Tatsache, dass Qualcomm Quick Charge 3.0 verbaut ist. USB-C wird bei vielen neueren Handy verwendet und bringt einige Vorteile mit sich, wie zum Beispiel die Möglichkeit die Stecker in beiden Orientierungen benutzen zu können und nichtmehr darauf achten zu müssen, dass man den USB-Stecker nicht falsch herum in ein Gerät steckt. Auch wenn USB-C noch nicht sonderlich weit verbreitet ist, liegt darin zumindest nach momentaner Sicht die Zukunft der USB-Verbindung, wodurch der Tronsmart Presto in dieser Hinsicht sehr gut aufgestellt ist.

►► Qualcomm Quick Charge 3.0: Was ist das überhaupt?

Quick Charge 3.0 ist – wer hätte es gedacht – der Nachfolger von Quick Charge 2.0.
Es handelt sich hierbei um eine Schnellladetechnik des Herstellers Qualcomm, der viele der bekannten Smartphone SoCs (vereinfacht ausgedrückt Mikrochips) herstellt.
Mithilfe dieser Technik ist es möglich Smartphones schneller und effektiver zu laden, als es mit „normalen“ Ports möglich ist. Bis zu 4-mal schneller soll das Smartphone geladen werden.

Nun kommen wir jedoch zu ein paar Zahlen, die bitte mit Vorsicht betrachtet werden, da es sich hier um „Laborwerte“ handelt.
Konnte man bei Quick Charge 2 innerhalb von 30 Minuten von 0% auf etwa 60% laden, soll dieser Wert von Quick Charge 3 noch einmal übertroffen werden. 0% auf 70% in 30 Minuten.

Klingt ja schon einmal sehr reizvoll. Mal schauen was die Praxis dazu sagt.

Anmerken möchte ich allerdings noch, dass sowohl das Smartphone als auch das Ladegerät diese Technologie unterstützen müssen um sie nutzen zu können (welche Geräte unterstützt werden ist leicht im www herauszufinden)!

Und eins noch: Wird ein Gerät angeschlossen, das dieses Ladeverfahren nicht unterstützt, wird es trotzdem geladen. Nur eben nicht mit dieser hohen Geschwindigkeit.

Tronsmart Presto Anschlüsse

►► Praxistest

Bei dem Gerät mit welchem ich den Tronsmart Presto getestet habe handelt es sich um ein LG G4, welches leider nur Quick Charge 2.0 unterstützt. Dennoch war die Ladezeit wirklich erstaunlich kurz. Von 0% bis 100% brauchte das Handy gerade einmal 1,5h, wobei die ersten 50% nach ca. einer halben Stunde erreicht waren.

Das Aufladen des Akkus selbst ist dahingegen eine etwas längere Angelegenheit. Geladen wird mit dem mitgelieferten USB-C Kabel. Der Ladevorgang selbst dauert knappe 7h. Dies sollte allerdings bei einem Akku der 12000 mA/h fast nicht überraschend sein.

Nun zur Kapazität: Hier muss etwas Aufklärung betrieben werden, da oft noch Verwirrung herrscht bzw. auch absichtlich von Herstellern gestiftet wird. Ein Beispiel: Dieser Akku besitzt eine Kapazität von 12.000mAh, der Akku meines Smartphones 3.000mAh. Viele würden also vermuten, dass sie ihr Smartphone vier Mal damit aufladen können. Warum dies ein Trugschluss ist, erkläre ich ihnen nachfolgend:

Der Akku besteht intern aus mehreren Zellen, welchen als Gesamtpaket den Akku ergeben. Diese Zellen haben allerdings lediglich eine Spannung von ca. 3,7V (allerdings rechnet Tronsmart mit 3,76V). Der Hersteller gibt auf dem Akku eine Kapazität von 12.000mAh an. Allerdings findet sich auch die Angabe von 45,12Wh, was im Prinzip der Kapazität von 12.000mAh mal der Spannung von 3,76V (12.000mAh * 3,76V = 45,12Wh) entspricht. Auf dem Akku des LG G4 hingegen findet man die Angabe 11,6Wh vor.

Rein theoretisch müsste man den Akku also ca. 3,89 mal von 0 auf 100% Prozent laden können (45,12Wh : 11,6Wh = ~3,89). Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die Ladespannung vor allem bei QuickCharge teilweise bis zu 12V beträgt. Im Akku aber – wie beschrieben – nur eine viel geringere Spannung herrscht. Deswegen ist im Akku eine Elektronik verbaut, welche die Spannung hoch skalieren kann. Diese wiederrum benötigt dafür aber Strom. Dieser geht also letztendlich niemals in den Akku ihres Smartphones über und geht somit „verloren“. Berücksichtigt man nun das auch noch gewisse Schutzschaltungen etc. verbaut sind und auch an jeder Kontaktstelle und dem Kabel Energie verloren geht und zudem auch noch beim Laden des Smartphone-Akkus selbst Energie verloren geht, so kommt man auf eine Verlustleistung (je nach Akku, verbauter Elektronik etc.) von 15 – 25%.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich konnte mein LG G4 mit 3000mAh Akku im Praxisbetrieb 2,5 Mal voll aufladen.

►► Fazit

Man erhält mit dem Tronsmart Presto einen wirklich hochwertig anmutenden Akku, welcher über einige sehr gute Features verfügt. Auch der Preis von knapp 30€ ist angesichts der Möglichkeiten vollkommen gerechtfertigt, wobei Nutzer welche höheren Anspruch an die Kapazität bzw den möglichen Output stellen, sich eventuell nach einem Gerät mit höherer Ladekapazität umsehen sollten. Da dies dem Akku allerdings nicht vorzuwerfen ist kann ich vollkommen ohne schlechtes Gewissen volle 5 Sterne vergeben.

Vielen Dank fürs Lesen! Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen!

0 Kommentare zu “Produkttest: Tronsmart Presto 10400mAh

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll Up