Produkttests Technik

Produkttest: Aukey Powerline Adapter

Gute, günstige Powerlan Adapter inkl. WLAN, welche sorgfältig konfiguriert werden sollten


Bewertung

Wer kennt es nicht, da hat man eine schnelle Internet-Leitung aber die Strecke vom Modem/Router zum PC per LAN-Kabel ist einfach zu weit bzw. zu umständlich zu verlegen oder aber die WLAN Abdeckung im Haus variiert stark.Für beide Fälle kann der Aukey Powerline Adapter (inkl. WLAN) Abhilfe schaffen. Ob und wie gut das funktioniert, erfahrt ihr im Anschluss:

Aukey Powerline Adapter Verpackung geschlossen

►► Verpackung & Inhalt

Das Adapterset kommt in einer Aukey-typischen und umweltfreundlichen Kartonverpackung daher, auf der bereits das Produkt zu sehen ist.

Aukey Powerline Adapter Verpackung geöffnet

Beim Öffnen des Kartons findet man folgenden Inhalt vor:

– Eine mehrsprachige Bedienungsanleitung, die leider sehr schlecht übersetzt wurde und teilweise falsche bzw. irreführende Informationen enthält. Gerade bei einem solchen Produkt ist eine gute Bedienungsanleitung allerdings sehr wichtig, da nicht jeder Kunde Erfahrungen mit solcher Technik hat und es dadurch leicht zu Problemen und Frustration kommen kann.

– Zwei LAN Kabel mit einer Länge von 1,50m

– Zwei komplett weiße Powerlan Adapter mit einem kleinen Aukey Schriftzug für die Steckdose, wobei einer der beiden lediglich als Powerlan Sender/Empfänger fungiert d.h. er besitzt lediglich einen LAN-Anschluss, sowie LEDs für „Power“, „Ethnernet“ und „Data.

Der andere hingegen dient nicht nur als Powerlan Sender/Empfänger, sondern besitzt zudem noch einen zweiten LAN Port. Das bedeutet über LAN1 kann der Adapter mit dem Modem verbunden werden und mit LAN2 kann noch ein Netzwerkgerät angeschlossen werden.

Zudem verfügt der größere der beiden Adapter über WLAN. Er kann also als Powerlan Adapter und WLAN Access Point verwendet werden.

Auch hier sind Zustands-LEDs für „Power“, „LAN1“, „LAN2/WAN“, „Data“ und „WLAN/WPS“ angebracht.

Außerdem findet man noch zwei Taster vor. Der „Security“ Taster dient zum Einbinden der Adapter in bestehende Powerlan-Netzwerke und die „WPS“ Taste ermöglicht Geräten, die diesen Standard unterstützen, das verbinden mit dem WLAN-Netzwerk ohne Eingabe des Netzwerkschlüssels.

Ein kleiner etwas im Gehäuse versenkter Taster, kann mit einem spitzen Gegenstand betätigt werden, um so den Adapter zurückzusetzen.

Aukey Powerline Adapter Netzwerkkabel Aukey Powerline Adapter Verpackungsinhalt►► Praxistest

Ich persönlich benutze die Aukey Powerline Adapter um eine leistungsstarke WLAN Verbindung in einen Raum zu gewährleisten, in dem vor allem HD & UHD Inhalte gestreamt werden, aber auch größere Mengen an Daten an die Cloud übermittelt zu übermitteln.

Den kleineren der beiden Adapter habe ich also an einer Steckdose neben dem Modem installiert und ihn mit ebendiesem verbunden. Der größere Adapter wurde in besagtem Raum installiert.

Aukey Powerline Adapter LAN Modul Aukey Powerline Adapter Wifi Wlan Modul

Ohne irgendwelche Einstellungen vorzunehmen, konnte ich mich sofort per LAN und WLAN mit dem Adapter und somit mit dem Internet verbinden.

Dabei ist mir sofort aufgefallen, dass die WLAN Verbindung standardmäßig völlig ungesichert ist. Das ist inakzeptabel und muss auf jeden Fall manuell geändert werden.

Dazu muss das Interface der Adapter aufgerufen werden. Die Angaben dazu in der Bedienungsanleitung sind leider falsch. Weder die IP stimmt (wobei das nicht pauschal gesagt werden kann), noch das angegebene Standardpasswort.

Falls das Interface über die in der Anleitung angegebenen IP also nicht erreicht werden kann, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Einerseits kann man das Interface seines Modems/Routers aufrufen an den der Powerlanadapter angeschlossen ist und dort unter den aktiven Verbindungen die IP Adresse herausfinden. Dieser Vorgang ist allerdings für jedes Gerät unterschiedlich, weshalb ich es hier nicht pauschal erklären möchte.

Wer also auch nicht weiß wie er in dieses Interface kommt, der kann sich leicht mit dem „Advanced IP Scanner“ behelfen. Dies ist ein portables Netzwerktool, welches alle sich im Netzwerk befindlichen Geräte auflistet. Einfach über den obigen Link downloaden und ausführen.

Nun lediglich links oben auf scannen drücken und nach kurzer Wartezeit sollte der Adapter inkl. IP Adresse in der Liste erscheinen.

Advanced IP Scanner

Über diese IP kann nun das Interface im Internetbrowser aufgerufen werden.

Das festgelegte Standardpasswort lautete bei mir „admin“.

Nun kann gerne der vorgeschlagene Assistent benutzt werden. Als erstes wird also das Zugriffspasswort des Interface geändert. Dies empfiehlt sich auf jeden Fall, da das Standardpasswort „admin“ sehr leicht erraten werden kann.

Im zweiten Schritt wird das WLAN Netzwerk grundlegend eingerichtet. Die Einstellungen sind eigentlich soweit selbsterklärend. Falls doch etwas unklar ist, gerne einen Kommentar hinterlassen.

Schritt 3 ist der wohl wichtigste: Die Verschlüsselung des WLAN-Netzwerks. Als Verschlüsselung sollte hier unbedingt WPA2-PSK gewählt werden. Dies stellt den aktuellen Standard da und ist mit 99,9% aller Geräte kompatibel. Lediglich sehr alte Geräte können hier Probleme haben, sollte dies der Fall sein, kann eventuell WPA/WPA2-PSK ausgewählt werden, was die Kompatibilität erhöht aber die Sicherheit herabsetzt.

Bei der Auswahl zwischen TKIP und AES sollte AES gewählt werden. Dies bietet maximale Sicherheit. Sollten Probleme mit älteren Geräten auftreten kann auch hier in Erwägung gezogen werden auf „Beide“ umzustellen.

Anschließend wird unter „Pre-Shared Schlüssel“ noch der gewünschte Netzerkschlüssel festgelegt. Dieser sollte natürlich auch möglichst sicher gewählt werden, um Unbefugte Zugriffe zu verhindern.

Die Grundeinstellungen wären somit abgeschlossen und der sicheren Nutzung steht nichts mehr im Wege.

Das Webinterface bietet sogar noch erweiterte Einstellungen, in denen erfahrene Nutzer noch einige wenige Änderungen vornehmen kann (z.B. WLAN-Kanaleinstellungen, LAN Einstellungen und Einstellungen zum Powerlan).

Allerdings muss natürlich dazu gesagt werden, dass die aufgespielte Software nicht sonderlich umfangreich ist. Also Dinge wie Port-Forwarding, Firewall oder sonstiges darf man hier natürlich nicht erwarten.

Positiv anzumerken ist, dass keiner der beiden Adapter störende Geräusche von sich gibt und auch die Wärmeentwicklung sich in Grenzen hält.

►► Verbindungsqualität

Die Verbindungsqualität war bei mir insgesamt sehr gut. Das WLAN läuft sicher und ohne Verbindungsabbrüche. Auch die Kommunikation der beiden Adapter miteinander funktioniert einwandfrei und ohne Probleme. Auch der LAN-Anschluss hat bei mir, wenn ich ihn denn genutzt habe gut funktioniert.

Die Übertragungsgeschwindigkeit lag per WLAN bei etwa 42MB/s Downstream bzw. 6MB/s Upstream (ca. 4m Abstand zum Adapter)

Zum Vergleich; LAN Anschluss am Powerlan Adapter: 48MB/s Downstream bzw. 6MB/s Upstream.

ACHTUNG: Diese Werte hängen natürlich auch stark vom verwendeten Internetanschluss ab. Wer beispielsweise sowieso nur eine 16.000er Leitung hat wird niemals auf die von mir angegebenen Werte kommen.

►► Fazit

Mir persönlich gefällt dieses Set aus 2 Adaptern gut. Es funktioniert einwandfrei und jeder der ein wenig Erfahrung mit seinem eigenen Netzwerk hat, wird es hinbekommen diese Adapter einzubinden.

Allerdings muss auch dazu gesagt werden, dass völlig Unerfahrene aufgrund der schlechten Anleitung Probleme haben könnten.

Sehr negativ fällt auf, dass standardmäßig keinerlei Verschlüsselung des WLANs erfolgt. Bei unwissenden Nutzern kann es so leicht zu Sicherheitsproblemen kommen. Andererseits macht es das erste verbinden mit dem Webinterface einfacher, in dem dann auch gleich eine Verschlüsselung angewendet werden kann.

Da die Funktionalität komplett gegeben ist, ich auch sonst keinerlei Probleme mit den Adaptern habe und sie ihren Zweck in meinem Fall einwandfrei erfüllen, kann ich hier 4 Sterne und unter Beachtung der oben angesprochenen Punkte eine Kaufempfehlung aussprechen.

Vielen Dank fürs Lesen! Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

UPDATE:

Mittlerweile ist eine neuere Version der Aukey Powerline Adapter erschienen, leider ist auch hier das WLAN wohl ab Werk nicht verschlüsselt.

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