Produkttests Technik

Produkttest: Aukey Powerbank 30000 mAh

Sehr gute Powerbank mit riesiger Kapazität


Bewertung

In der heutigen Zeit, in der Smartphones und andere Geräte immer leistungsfähiger und somit energiehungriger werden, ist der interne Akku dieser mobilen Geräte nicht immer ausreichend um über den Tag zu kommen. Powerbanks schaffen hier Abhilfe. Hier möchte ich euch nun über meine Erfahrungen mit der Aukey Powerbank 30000 mAh berichten, welche mir kostenfrei für einen Produkttest zur Verfügung gestellt wurde.

Aukey Powerbank 30000mAh Verpackung►► Verpackung/Inhalt

 

Die Powerbank kommt in einer, in Plastik eingeschweißten, Aukey-typischen Kartonverpackung an. Die Verpackung ist ansprechend und es fällt wenig Plastikmüll an.

Aukey Powerbank 30000mAh Verpackung offen

Öffnet man die Verpackung so findet man folgenden Inhalt vor:
– Die Powerbank
– Eine mehrsprachige Bedienungsanleitung
– Eine kleine Garantiekarte
– Ein kurzes USB auf USB-C Kabel

Aukey Powerbank 30000mAh VerpackungsinhaltIm Großen und Ganzen ist also alles dabei was man benötigt, lediglich das Kabel könnte etwas länger sein, aber das ist Geschmackssache.

►► Design

Das Design und die Haptik des Geräts gefällt mir persönlich gut. Es liegt mit knapp 580g doch schon ziemlich schwer in der Hand und ist mit seinen Maßen von ca. 151x84x29mm auch nicht gerade klein.

Das Äußere ist sehr schlicht gehalten. Komplett in schwarz, lediglich mit einem kleinen Logo und einer Taste auf der Oberseite. Auf der Unterseite sind zudem noch die wichtigsten technischen Daten aufgedruckt.

Aukey Powerbank 30000mAh 1Das Interessanteste ist wohl die Vorderseite an der alle Anschlüsse angebracht sind. Beginnend auf der linken Seite der grün markierte USB-Ausgang 1, dieser ist ein spezieller QuickCharge-Port der neuesten Generation 3.0.

► Qualcomm Quick Charge 3.0: Was ist das überhaupt?

Quick Charge 3.0 ist – wer hätte es gedacht – der Nachfolger von Quick Charge 2.0.
Es handelt sich hierbei um eine Schnellladetechnik des Herstellers Qualcomm, der viele der bekannten Smartphone SoCs (vereinfacht ausgedrückt Mikrochips) herstellt.
Mithilfe dieser Technik ist es möglich Smartphones schneller und effektiver zu laden, als es mit „normalen“ Ports möglich ist. Bis zu 4-mal schneller soll das Smartphone geladen werden.

Nun kommen wir jedoch zu ein paar Zahlen, die bitte mit Vorsicht betrachtet werden, da es sich hier um „Laborwerte“ handelt.
Konnte man bei Quick Charge 2 innerhalb von 30 Minuten von 0% auf etwa 60% laden, soll dieser Wert von Quick Charge 3 noch einmal übertroffen werden. 0% auf 70% in 30 Minuten.

Klingt ja schon einmal sehr reizvoll. Mal schauen was die Praxis dazu sagt.

Anmerken möchte ich allerdings noch, dass sowohl das Smartphone als auch das Ladegerät diese Technologie unterstützen müssen um sie nutzen zu können (welche Geräte unterstützt werden ist leicht im www herauszufinden)!

Und eins noch: Wird ein Gerät angeschlossen, das dieses Ladeverfahren nicht unterstützt, wird es trotzdem geladen. Nur eben nicht mit dieser hohen Geschwindigkeit.

Doch wieder zurück zu den verfügbaren Anschlüssen:
Direkt neben dem QuickCharge-Port befindet sich eine LED, welche über langen Druck (2-3s) auf den Taster auf der Oberseite ein bzw. ausgeschaltet werden kann.

Anschließend ist der USB-Ausgang 2 zu finden. Dabei handelt es sich um einen gewöhnlichen Ladeport, welcher je nach angeschlossenem Gerät bis zu 2,4A bei 5V ausgibt.

Daneben ist ein Micro USB Port zu finden der zum Laden der Powerbank, mit maximal 2A dient.
Es folgt ein USB Typ C Port, welcher sowohl zum Laden der Powerbank mit 3A als auch zum Laden externe Geräte mit 3A Ladestrom verwendet werden kann.

Aukey Powerbank 30000mAh 2

►► Bedienung & Praxistest

Geräte anstecken und einmal auf den Powerbutton des Geräts drücken startet den Ladevorgang. Es wird dabei ca. 15 Sekunden lang der Ladestand über eine im Powerbutton integrierte LED angezeigt. Rotes Licht bedeutet einen Ladestand von 0-30%; Grünes Licht ein Ladestand von 30-70% und ein weißes Licht einen Ladestand von 70-100%. Ist die LED einmal erloschen, kann der Akkustand jederzeit mit einem erneuten Druck auf die Taste abgefragt werden. Mir gefällt dieses System sehr gut, da keine unnötig hellen LEDs verbaut sind, welche die ganze Zeit leuchten oder stören.

Kommen wir zu ein bisschen Spielerei mit Zahlen und Daten: (Achtung ausführlich, bei Bedarf einfach überspringen; Allerdings ist dieser Absatz besonders für diejenigen interessant die denken, dass die angegebenen Kapazitäten auf den Powerbanks ja nie stimmen und das alles nur „Abzocke“ ist)

Bei dem Gerät mit welchem ich den Akku getestet habe handelt es sich um ein LG G4, welches allerdings nur Quick Charge 2.0 unterstützt. Die Ladezeit war wirklich kurz. Von 0% bis 100% brauchte das Handy gerade einmal 1,5h, wobei die ersten 50% nach ca. einer halben Stunde erreicht waren. Die Technik hält also fast was sie verspricht.

Nachdem ich die Powerbank komplett entladen habe, wurde sie per USB-C und einem leistungsstarken Ladegerät wieder aufgeladen. Die Messungen haben ergeben, dass die Ladezeit bei knappen 11,5h lag und dabei 27.800mAh bei 5V in den Akku geladen wurden. Viele denken jetzt hey, sollte die Kapazität nicht bei 30.000mAh liegen? Ja, das ist richtig aber nicht bei 5V, sondern bei 3,7V, denn das ist die Spannung der internen Zellen, aus denen der Akku besteht. Die Powerbank hat also 30.000mAh bei 3,7V. Der Ausgang der Powerbank beträgt, wie wir wissen 5V. Deshalb ist eine Elektronik verbaut welche die Spannung von 3,7V intern auf 5V Ausgangsspannung hoch skaliert.

Man sieht also, bei der Betrachtung der Kapazität kann es leicht zu Verwirrung kommen, wenn die Angabe mAh benutzt wird. Denn um wirklich Rückschlüsse auf die gespeicherte Energie im Akku zu treffen, ist es sinnvoll die Angabe der Wh (Wattstunden) zu betrachten. Diese ist ebenfalls auf dem Akku angegeben. Die Gesamtenergie im Akku beträgt also 111Wh.

Diese setzt sich zusammen aus den 30.000mAh (30Ah) mal der Spannung von 3,7V:
30Ah * 3,7V = 111Wh

Betrachten wir nun noch einmal, dass 27.800mAh bzw. 27,8Ah bei 5V in den Akku geladen wurden ergibt sich folgendes:
27,8Ah * 5V = 139Wh

Aus diesen beiden Werten ergibt sich wiederrum die Effizienz, mit der der Akku geladen wird. Sie beträgt also etwa 80%.

Nach dem Ladevorgang habe ich die Powerbank mit angeschlossenem Messgerät wieder entladen. Dabei konnte ich dem Akku 18.500mAh bei 5V entlocken:
18,5Ah * 5V = 92,5Wh (entspricht ca. 83,3% der eigentlichen Kapazität von 111Wh)

Nanu, sollten wir dem Akku nicht 111Wh entnehmen können? Ja, aber wir haben ja schon festgestellt, dass der Akku intern nur eine Spannung von 3,7V aufweist, welche über eine Elektronik auf 5V hoch skaliert wird. Dieses heraufsetzen der Spannung geschieht allerdings nicht ganz verlustfrei und auch gewisse Schutzschaltung wie Überstrom- oder Kurzschlussschutz verbrauchen noch ein wenig Energie. Insgesamt gehen also etwa 16,7% der im Akku gespeicherten Energie bis zu seinem Ausgang verloren. Dies ist ein durchaus realistischer Wert, weshalb ich hier zum Schluss komme, dass der Akku die angegebene Kapazität einhält.

Meinen 3.000mAh bzw. 11,6Wh starken Smartphone Akku könnte ich also mit diesem Gerät, unter Berücksichtigung weiterer Verluste etwa 6 – 7 Mal komplett aufladen.

►► Fazit

Mit dieser sehr starken Aukey Powerbank 30000 mAh/111Wh erhalten sie einen riesigen mobilen Energiespeicher, welcher wirklich große Kapazitäten bietet und auch das hält was er verspricht. Sie besitzt sehr gute Anschlussmöglichkeiten und ist durch QuickCharge 3.0 und vor allem USB-Typ-C Unterstützung zukunftssicher ausgestattet.

Ich persönlich bin wirklich überzeugt von diesem Stück Technik und den gebotenen Features. Ich kann hier meine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

Vielen Dank fürs Lesen! Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen!

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